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Mello

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1

Mittwoch, 6. Oktober 2010, 23:12

[Akkustikgitarre]Ashton D25CEQLVNT

Hallo,
hier mal ne kleine Review über eine Einsteiger-Westerngitarre,
ich bin an dieses instrument gekommen, da ein musikladen, welcher ausschließlich ashton produkte verkauft hat, pleite ging,
und ich somit das beschriebene produkt für 90€ statt uvb 180€ erstanden habe.
das sind die eckdaten der herstellerseite ashton :

- Dreadnought body shape
- A-Grade Spruce top
- Sapele back and sides
- Rosewood fingerboard
- Mahogany neck
- Dovetail neck joint
- Rosewood bridge and headstock veneer
- Wooden inlay rosette
- Multi-bound purfling
- Chrome die-cast machine heads
- Built-in tuner

Optik:
- sieht durch das aufwändige binding (3 schwarze streifen auf weißem hintergrund)
für 90€ sehr edel aus, auch sonst ist alles da, wo es hingehört.

Verarbeitung:
-übel.
nach dem ersten anspielen musste ich schnittverletzungen an meiner greifhand feststellen :arghs:
ursache war grat an diversen bünden, also es floß kein blut, aber trotzdem ...übel, meine karriere als handmodel war für mehrere wochen auf eis gelegt :D
diesen mangel konnte ich durch einen abziehstein beheben.

Mechaniken:
- sind ok, die Stimmung wird gehalten, es wackelt auch sonst nix.

Tuner:
-ok und praktisch,
der tuner is in den eq. integriert hat einen powerknopf und einen knopf für einzelne töne auszuwählen,
schön mit digitalem zeiger und 3 leds.

Tonabnehmer:
-hab ich erst einmal benutzt, ist für diese preisklasse annehmbar.
bei der 1500 watt pa gabs keine probleme, feintuning durch den eq macht sich bemerkbar, scheint also keine attrappe zu sein.

Bespielbarkeit:
-hält sich in grenzen.
ich muss dazu sagen, dass ich keine ahnung habe, wie man saitenlage ect. an einer westerngitarre bearbeiten/verändern kann.
als referenzwert hab ich mal ne martin gitarre für 300€ gespielt, das war ne runde sache, spielte sich wie ne e-gitarre mit breitem griffbrett.
an der ashton bemängele ich die hohe saitenlage, man hat einen erheblichen kraftaufwand beim spielen.
die intonation ist auch nicht ganz sauber...grenzwertig.
letztendlich kommt noch das typische "rangsen" hinzu.
einfache sachen in den unteren lagen , wie z.b. offene akkorde, kann man mit etwas geschick sauber spielen, ein barree akkord hört sich schon mies an.(ich hab ja den besagten martin referenzwert...)

Fazit:
die uvb 180€ sind definitiv lächerlich,
jedoch für 90€ eine neue westerngitarre mit tuner, tonabnehmer, eq., cutaway und binding ist schon verlockend,
sowas kann man auch mal am lagerfeuer spielen und dabei bier trinken :D
no go sind definitiv bünde, an denen man sich die finger aufschneidet,
ich werde sie auch nicht mit ins studio nehmen...
ich hab auch noch von ashton ein paar klinken-kabel und ständer,da kann ich mich nicht beschweren.
vom konzept her erinnert mich ashton an die billigmarke im "praktiker"-baumarkt, genannt "budget",
sprich wir bieten alles an, hauptsache billig,
da kann man sich mal nen schraubenzieher kaufen, aber bitte nicht ärgern, wenn er bei na festsitzenden schraube abbricht :(
es steht auch drauf, designed in australia, made in china, ich denke, das spricht für sich...
lg
mello

2

Donnerstag, 7. Oktober 2010, 09:14

Tolles Review.

Was die Bespielbarkeit angeht solltest Du vielleicht mal neue Saiten aufziehen. Meistens sind in dieser Preislage sehr billige Saiten drauf die den Spielspaß doch beeinträchtigen können.
Die Saitenlage kann man übrigens, mit etwas bastelei, einstellen. Dafür musst Du nur den Steg vorsichtig rausnehmen und ihn vorsichtig etwas runterfeilen. Ein halber bis ein Millimeter können da oft schon Wunder wirken.
Genauso habe ich es bei meiner Harley Benton Spielplatz Westerngitarre gemacht. Die war am Anfang auch fast unspielbar. Mit neuen Saiten und runtergefeiltem Steg spielt sie sich jetzt viel besser. Beim ersten mal fühlte es sich an als hätte ich eine neue Gitarre in der Hand.

Grüße, Markus
irgendwas is immer..


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3

Donnerstag, 7. Oktober 2010, 11:07

und wenn nicht kann man damit immer noch robin hood spielen :patsch:

Js-Blues

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4

Donnerstag, 7. Oktober 2010, 12:02

:D :D zur Not kann man ja noch am Lagerfeuer damit Holz nachlegen :yeah: :yeah:
Beste Grüße
JH

Timo

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5

Donnerstag, 7. Oktober 2010, 12:49

Wollt ich grad sagen...nenene, lieber sparen, bei solchen super-schnäppchen hat man nur ärger...Wie war mein lieblingssatz nochmal dazu... Wer billig kauft...;)
...Ein Mensch ist mehr wert als die ganze Welt...

6

Donnerstag, 7. Oktober 2010, 13:37

jaaa timo, :batman: kauft zweimal


;)

Timo

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7

Donnerstag, 7. Oktober 2010, 14:52

Richtig....ist ja nicht so das ich das nicht schon selbst erlebt hab, bzw. man kann ja zurückschicken, gott sei´s gedankt
...Ein Mensch ist mehr wert als die ganze Welt...

Wespafan

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8

Donnerstag, 7. Oktober 2010, 21:20

Ich mahne zur Vorsicht !!!

Es entbrennt sonst wieder unser viel
diskutiertes Thema um "gute" Instrumente. Wir "Älteren" haben doch
früher auch die gleichen Fehler gemacht. Kann mir hier doch keiner
erzählen, dass man "sich" sofort das Luxusmodell X gekauft hat. Wir
können uns hier wahrscheinlich den Mund fusselig reden, aber das wird
nicht wirklich was nützen, denn die Erfahrung, die wir haben, werden die
nachrückenden Musiker auch irgendwann verinnerlicht haben.

So,
auch wenn es mir aus heutiger Sicht sehr schwer fällt, nicht immer auf
bessere Qualität hinzuweisen, werde ich das zukünftig akzeptieren, dass
die Ansprüche und der Geldbeutel nunmal nicht bei allen gleich gut
gefüllt ist.

LG
Lars

Mello

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9

Donnerstag, 7. Oktober 2010, 22:41

ich muss gestehn, obwohl ich schon seit ca. 16 jahren musiziere, hab ich immer noch keine vernünftige gitarre.
mit amps und effekten bin ich ganz gut bestückt, jedoch als lefty mit meinem impuls-kaufverhalten, ist es halt doof im laden zu stehen, wenn da nur einteiger-gitarren rumstehen.
aber ich bin am sparen, und dank www inkl. diesem forum sollte demnächst die finale gitarre erwoben werden :)
da ich nä monat zum ersten mal ins studio gehe, hab ich wenigstens meine carrer für 130okken überholen lassen.
da gabs ne neue bridge mit rollen, sowie switch und volume poti und dem ganzen einstellungskram.
häussel PUs sind auch nachgerüstet, da mach ich auch noch review demnächst.

@tontaube:
wie soll ich den steg rausnehmen??? der is doch geklebt, oder nicht??und wenn du mir als grobmotoriker noch sagen kannst, wie ich einen halben millimeter feile, dann geb ich dir ein bier aus :D

10

Donnerstag, 7. Oktober 2010, 22:42

Genau so sieht es aus Lars.

Ich habe eben auch vor Jahren eine billige Westerngitarre gekauft. 99€, Saitenlage und Bespielbarkeit waren unter aller Sau. Dann habe ich neue Saiten aufgezogen, den Steg bearbeitet und siehe da. Die Verarbeitung ist natürlich immernoch unter aller Sau. Aber man kann auf ihr spielen und sie klingt auch gar nicht so verkehrt. Zumindest wofür ich sie benutze.
Ich hatte oben erwähnt das es quasi eine Spielplatz Gitarre ist. Sobald ich mit meinem Sohn unterwegs bin, ist sie dabei. Er hat da schon eimerweise Sand reingekippt aber das stört mich nicht im geringsten. Im Gegenteil, ein wenig Perkussion ist nie verkehrt. ;)
Warum sollte ich also eine 1000€ Westerngitarre kaufen um sie mit auf einen Spielplatz, einen Grillabend etc. zu nehmen? Alternativ könnte ich auch meine American Deluxe mitnehmen, kleiner Taschenamp und los gehts. Ich wäre aber ganz schön blöd, so etwas zu tun.

Es kommt da immer auf den Einsatzbereich an. Im Studio sieht man mit einer 100€ XYZ natürlich kaum Land, beim Lagerfeuer aber umso mehr. Und wenn einer Bier drüber kippt gibt es auch keine Tränchen. Wer der Meinung ist unbedingt Unsummen ausgeben zu müssen soll das tun. Dann bleibt das Ding aber im kleinen Kämmerlein und da gehört meine Westerngitarre eben nicht hin. Sie gehört nach draussen.

Achso, übrigens hatte Mello doch geschrieben das er sie nicht im Studio etc. nutzen will. Warum wird dann hier also gemeckert? Für daheim kann es auch ruhig was billiges sein. Hauptsache sie klingt halbwegs, ist stimmstabil und fällt nicht nach 3 Akkorden auseinander.
irgendwas is immer..


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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tontaube« (7. Oktober 2010, 23:02) aus folgendem Grund: Fehlende Buchstaben nachgetragen.....


11

Donnerstag, 7. Oktober 2010, 22:51


@tontaube:
wie soll ich den steg rausnehmen??? der is doch geklebt, oder nicht??und wenn du mir als grobmotoriker noch sagen kannst, wie ich einen halben millimeter feile, dann geb ich dir ein bier aus :D


Also geklebt ist so ein Steg eigentlich nicht. Er wird normalerweise durch den Saitendruck in der Kerbe gehalten. Also, die Saiten schön entspannen und den kleinen weissen Kerl rausfummeln.

Was das abfeilen angeht habe ich damals auch überlegt. Ich habe dann einfach einen dünnen, wasserfesten Textmarker genommen und ihn vorsichtig an die Unterkante vom Steg angelegt, dann (von unten) langsam den Steg entlang gehen. An der Seite müsste dann ein ganz dünner Strich entstanden sein. Das selbe machst du auf der anderen Seite, wartest bis es getrocknet ist und feilst den Teil dann vorsichtig mit einer ganz feinen Feile runter. So hat es bei mir geklappt. Hoffe ich habe mich mit dem Strich halbwegs verständlich ausgedrückt.

Grüße, Markus
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Donnerstag, 7. Oktober 2010, 22:53

thx für die antwort, sobald es konkret wird, werd ich mich melden..

13

Donnerstag, 7. Oktober 2010, 22:54

Zur Not mache ich ein Foto. :xD:
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14

Freitag, 8. Oktober 2010, 08:52

Alles ist gut, wollte auch nur drauf hinweisen, das wenn man sich ein gitte fürs bandleben oder dauereinsatz zulegt sollte man lieber ein bisschen mehr investieren, es muss nicht DAS Luxusmodell sein, aber zumindest ein Kleinwagen anstatt ein Moped. Ich z.b. hab ne crafter für knappe 500,- euro, was nicht luxus ist, aber die ist super für mich, toll verarbeitet und klingt auch unverstärkt mit 10er saiten schön, das war mir wichtig. Ums antesten kommt man nicht herum, sonst schickt man nur zurück, und das wird nervig. Man sollte halt sinn und zweck abwägen, ich kann halt von 200,- sperrholz nicht erwarten das es wie angus young klingt und die beste hardware von xy dran ist und noch leicht über die finger geht wie ein flitzebogen....wenn man dann reinsteckt und umbaut und und und hat man nachher 500 € aufm buckel und hätte sich evtl sofort was vernünftiges kaufen können. Schwieriges Thema, i know....gestern z.b. hab ich auf go-tv werbung von hohner-gitarren gesehn, saucool, die bauen wohl noch schön einzeln in ner werkstatt, kam zumindest so rüber...
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Freitag, 8. Oktober 2010, 09:18

Moin,

@mello: Ja dann wird es aber mal Zeit, sich was vernünftiges zuzulegen :D Kleiner Scherz.

Soviel zum Abschluss: Es gibt nunmal zwei Fraktionen. Beide haben sicherlich ihre Berechtigung. Ich persönlich mag da eher auch gutes Equipment, was jetzt aber nicht heisst, dass es wahnsinnig teuer sein muss. Mittlerweile gibt es wirklich vernünftige Qualität, die auch einen annehmbaren Preis unter 1000 Euro hat.

So, fahre jetzt eine Woche in Urlaub. Bis dann.

Lars

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16

Freitag, 8. Oktober 2010, 10:18

Schwieriges Thema, i know....gestern z.b. hab ich auf go-tv werbung von hohner-gitarren gesehn, saucool, die bauen wohl noch schön einzeln in ner werkstatt, kam zumindest so rüber...


Ähm, nö...........

Timo

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17

Freitag, 8. Oktober 2010, 10:41

Sorry, meinte höfner ;)
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18

Freitag, 8. Oktober 2010, 13:37

Naja, wenn man sich die Songs von Mellos Band anhört, merkt man schon das gute Musik auch mit weniger teuren Instrumenten gut klingt.

:P
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Freitag, 8. Oktober 2010, 13:42

Punkt :thumbsup:
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Freitag, 8. Oktober 2010, 15:06

danke :blush:

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